Aktueller Sendetermin:
Raus aus den Miesen
Der Schuldnerberater hilft
+++ Phoenix,30.August 2010 +++
um 13:30 und um 18:00 Uhr
jeweils 30 Minuten lang
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Aktuelle Aufführung:
Tod auf dem Hochsitz
+++ Sonntag,den 5. September 2010 +++
um 19.30 Uhr im Kunsthaus Jesteburg
während der "Jesteburger Kunstwoche"
Projektion und Diskussion
mit Hans-Jürgen Börner, Jens Thomas
und Michael Heuer
Infos: siehe unten
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Letzte Ausstrahlung von "Raus aus den Miesen"
Phoenix: 18. Juni 2010 um 18.00 Uhr
Pressetext des NDR
Claus Hartmann ist verzweifelt, sein Traum vom Eigenheim zerstört.
Wie ein Fluch liegt das vor sich hinmodernde Haus auf der Familie.
Im Untergeschoss schwappt stinkendes Wasser. 200.000 Euro Schulden
hat der Busfahrer und kaum noch Lebensmut! „Von alleine komme ich
da nicht mehr raus“, weiß der Familienvater. Doch seit ihm Schuldner-
berater Klaus Helke zur Seite steht, gibt es neue Hoffnung.
Genauso wie für Edeltraut und Horst Gielsdorf. Dem Rentnerehepaar
wurden mehrere Kredite zum Verhängnis. „Einfach tot umfallen und weg
aus dem Ganzen“, so dachten sie, bevor der Schuldnerberater sie wieder
auf einen einen anderen Weg brachte. Der alleinerziehenden jungen Mutter
Nadine Fox sitzen 18 Gläubiger im Nacken, mit Forderungen über
18.000 Euro! Auch für sie ist Klaus Helke von der zentralen Beratungsstelle
des Diakonischen Werkes in Hannover der letzte Ausweg.
Mehr als sechs Monate haben Autor Michael Heuer
und sein Filmteam den Schuldnerberater während seiner Arbeit
beobachtet. „Die Wut ist gewachsen“, stellt Klaus Helke voller
Bitterkeit fest. In einer Zeit, in der der Staat selber Rekordschulden
macht und trotzdem „Not leidende Banken mit finanziellen
Schutzschirmen“ ausstattet.
„Das Haus ist nicht mehr zu retten, aber ihre Familie sehr wohl“ sagt der
Schuldnerberater und begleitet Busfahrer Claus Hartmann zur
Zwangsversteigerung seines maroden Hauses. Und für das mutlose
Rentnerpaar setzt Klaus Helke eine Privatinsolvenz durch.
Auch für Nadine Fox gibt es eine Lösung. „Es hat mich ins Leben
zurückgebracht“, sagt die junge Mutter erleichtert, „also Mädchen:
Kümmere Dich um Deine Sachen!“
Im Jahr 2009 gab es in Deutschland nicht nur mehr Firmenpleiten
als im Jahr zuvor, sondern auch mehr Verbraucher-insolvenzen.
Rund 3,4 Millionen Haushalte gelten als überschuldet:
Das sind mehr als 7,2 Millionen Menschen, fast jeder
zehnte Erwachsene. Und längst leben die Schuldner nicht mehr
nur am Rand der Gesellschaft sondern mittendrin.
Foto:
Jan Lieske
Raus aus den Miesen
Der Schuldnerberater hilft
NDR-fernsehen - Die Reportage
gesendet am Mittwoch, den 26. mai 2010 um 22.35 Uhr
Länge: 30 Minuten
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* A U S G E Z E I C H N E T *
U N D
A K T U E L L W I E D E R H O L T *
NDR „Seh – Stern“
für die beste Dokumentation 2009
geht an die vierteilige Reihe „Meine DDR“
Teil 1: Träume und Illusionen
Autor: Tom Ockers
MO, den 14. Juni 2010, 23.15 Uhr auf N3
Teil 2: Im Schatten der Mauer
Autor: Gunther Scholz
MO, den 21. Juni 2010 um 23.15 Uhr auf N3
Teil
3: Der schöne Schein der Diktatur
Autor: Michael Heuer
MO, den 28. Juni 2010 um 23.15 Uhr auf N3
Teil 4: Tanz auf dem Vulkan
Autorin: Kathrin Pitterling
MO, den 5.Juli 2010 um 23.15 Uhr auf N3
Redaktion NDR: Hans-Jürgen Börner
Produktion: cinecentrum Hamburg
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A U F G R O S S L E I N W A N D
TOD AUF DEM HOCHSITZ - FILM UND DISKUSSION
Matinee am 13. Juni 2010 um 11.00 Uhr
Foyer Schauspielhaus HannoverPrinzenstr. 9
30159 Hannover
Fotos: Matinee und Diskussion, Schauspielhaus Hannover, 13. Juni 2010
Tod auf dem Hochsitz
ein Film von Michael Heuer
Länge: 89 min, 2009 / 2010

E R S T A U S S T R A H L U N G
NDR fernsehen, 2. Februar 2010
Pressetext des NDR
Am 8. Februar 2008 wird auf einem Hochsitz im Solling/Niedersachsen
der Leichnam eines Mannes gefunden. Neben ihm liegt eine Art Tagebuch,
in dem der arbeitslose Handelsvertreter Bilanz zieht.
"Jetzt geht's auf Hartz IV, aber nicht mit Peter Zschäpe!". Warnung, Appell,
Klageruf! 24 Tage lang verharrt der zuletzt in Hannover gemeldete Mann
auf dem morschen Hochsitz, isst und trinkt immer weniger, bis er
im Dezember 2007 einsam und unbemerkt stirbt.
in dem der arbeitslose Handelsvertreter Bilanz zieht.
"Jetzt geht's auf Hartz IV, aber nicht mit Peter Zschäpe!". Warnung, Appell,
Klageruf! 24 Tage lang verharrt der zuletzt in Hannover gemeldete Mann
auf dem morschen Hochsitz, isst und trinkt immer weniger, bis er
im Dezember 2007 einsam und unbemerkt stirbt.
Ein Arbeitsleben in Deutschland: Wie Willy Loman in Arthur Millers
berühmtem Theaterstück "Tod eines Handlungsreisenden" aus dem Jahre 1949 findet sich auch der einst erfolgreiche Verkaufsleiter Peter Zschäpe
in den Bedingungen der modernen Arbeitswelt nicht mehr zurecht.
Die Frührente lehnt der 58-Jährige ab, genauso Hartz IV. Das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben ist für ihn das Eingeständnis, versagt zu haben.
"Die Rente ist sicher!" und "Arbeit muss sich wieder lohnen!": diesen locker daher gesagten Sprüchen deutscher Politiker ist der "Handlungsreisende" des 21. Jahrhunderts auf den Leim gegangen.
Wie überhaupt die auf Arbeit fixierte Gesellschaft kühl vorrechnet:
"Ohne Fleiß kein Preis!" und "Haste was, biste was!". Nach außen hin wirkt der ehemalige Verkäufer stolz und stark. Das wahre Ausmaß seiner existenziellen Not verschweigt er.
In einer Zeit, in der "Not leidende Banken" vom Staat mit finanziellen "Schutzschirmen" und Manager abgewirtschafteter Unternehmen mit Bonuszahlungen in Millionenhöhe versorgt werden, ist der einzelne
"hoch geschätzte" Mitarbeiter in Wirklichkeit nichts wert. Während sich Politiker auf eine Pension von vielen Tausend Euro freuen,
sieht ein Großteil der Bürger voller Angst der Rente mit 67 entgegen.
Die Finanzkrise ist eben auch eine moralische Krise.
Dass Arbeit immer häufiger depressiv macht, hat unlängst der Freitod von Robert Enke deutlich gemacht. Fast auf den Tag genau im Monat November suchte und fand auch er wie Peter Zschäpe zwei Jahre zuvor einen Ort,
um sich das Leben zu nehmen. Erst in der Trauer um den Fußball- nationalspieler haben viele erkannt, wie sehr die Arbeitswelt Menschen zerstören kann.
Der mehrfach preisgekrönte Fernsehautor Michael Heuer hat sich mehr
als ein Jahr lang auf Spurensuche begeben. Er hat Zeitzeugen und Weggefährten gefunden, die Peter Zschäpe kannten und dessen Arbeitsleben begleiteten. Diese Aussagen bilden die Grundlage des Films. Wie Erinnerungsfetzen umkreisen sie den Hochsitz: am Tag, in der Nacht,
bei Regen und Schnee, bei Sonne und blauem Himmel. Ein so genannter "Text" erübrigt sich. Vielmehr bekommt der aus dem Leben scheidende Mensch selbst ein Organ, einen Atem: die Stimme und die Musik von
Jens Thomas, zaghaft und aufbegehrend, flüsternd und brüllend,
warm herzig und gefrierend zugleich.

Weitere Aufführungen:
Berlinale, European Film Market Berlin 2010
60. Internationale Filmfestspiele Berlin
präsentiert vom Film & Medienbüro Niedersachsen e.V.
im Auftrag von nordmedia Fonds GmbH:
Vorführung Berlinale: 16. Februar 2010
Pressestimmen:
"Michael Heuer rekonstruiert das Leben dieses Mannes oder, genauer gesagt, die Geschichte seines allmählichen Verschwindens aus der sozialen Bedeutung. --- ein ambitionierter, ungewöhnlicher, nachdenklich stimmender, ja anrührender Film"
epd medien, 17. Februar 2010
"Die Ton- und Bildcollagen und die Farbgebung machen diesen Dokumentarfilm über ein Leben in der modernen Arbeitswelt zu einem, aus dem Fernsehalltag herausragenden Ereignis. Man kann dem Autor und Regisseur und die betreuende NDR-Redaktion nur zu ihrem Mut beglückwünschen".
Film- & Medienbüro Niedersachsen e. V., Rundbrief Febr. - März 2010
"Michael Heuer gibt dem Namen "Peter Zschäpe" eine Gestalt und zeigt,
dass sich mit ihr ein eigentlich ganz alltägliches Schicksal verbindet.
.. Zugleich ist der Film ein Spiegel der modernen Gesellschaft in der "systemrelevante Banken" vom Staat unter "finanzielle Schutz-
schirme" gestellt werden, in der aber der Einzelne verzichtbar
geworden ist".
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.02.2010
"Heuer verzichtet in seinem... eindringlichen Dokumentarfilm... auf
jeglichen Kommentar aus dem Off, lässt die Aussagen der Interview-
partner für sich sprechen... Musikalisch begleitet werden diese
Szenen mit der Musik des Sängers und Pianisten Jens Thomas. Und
die ist häufig bewusst disharmonisch".
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 02.02.2010






